Pressedossier Zonta Says NO 2020

  • Frankfurter Oper in Orange
  • Dortmund leuchtet Orange
  • Glaselefant in Hamm in Orange

Barley: Der Kampf gegen Gewalt an Frauen bleibt unverzichtbar!

EU-Vizepräsidentin und weitere Prominente unterstützen Zonta-Kampagne

Foto: © Katarina Barley / www.katarina-barley.de | Gestaltung Zonta Union, Silke WolterBerlin, 19. November 2020 – Geschlechterspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat in Corona-Zeiten weiter zugenommen. Auch in Deutschland. Mit Leuchtaktionen in über 100 Städten und Kommunen macht Zonta am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, auf diese Menschenrechtsverletzung aufmerksam. Zu den Unterstützerinnen und Unterstützern gehören neben der EU-Vizepräsidentin Katarina Barley unter anderem die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die Menschenrechtsaktivistin Monika Hauser und die Filmregisseurin Caroline Link. Zu 'Prominente Stimmen für Zonta says NO'

Zonta fordert Rechtsanspruch auf Frauenhaus

„Jeden zweiten bis dritten Tag wird in Deutschland eine Frau durch ihren Partner getötet, und diese statistische Größe ist nur die Spitze des Eisbergs." 
Doris Brummer, Präsidentin der Union deutscher Zonta Clubs

Die im März von Bund und Ländern verabredeten Hilfsmaßnahmen für Frauen in der Corona-Krise greifen nach Ansicht von Zonta zu kurz. „Wir begrüßen die Anstrengungen von Bund und Ländern. Gleichzeitig erwarten wir eine konsequentere Umsetzung der Istanbul Konvention des Europarats. An der Seite von UN Women in Deutschland fordern wir daher ein gesetzlich verankertes Recht auf einen Platz im Frauenhaus sowie eine langfristige und verlässliche Finanzierung der Beratungs- und Hilfsinstitutionen und den Ausbau von Präventionsangeboten, die Männer und Frauen gleichermaßen mit einbeziehen", so Doris Brummer weiter.

Berühmte Gebäude und Wahrzeichen in Orange

Mit Zonta Says NO folgt die Union deutscher Zonta Clubs wiederholt dem weltweiten Aufruf „Orange the World" des UN-Generalsekretariats.

Rund 100 Clubs des internationalen Frauennetzwerkes Zonta lassen am 25. November ab 17 Uhr bundesweit bekannte Gebäude und Wahrzeichen in Orange erstrahlen, um der Forderung nach einer konsequenten Umsetzung der Istanbul Konvention Nachdruck zu verleihen, darunter unter anderen die Altonaer Fischauktionshalle, das Hotel Atlantic Kempinski und Schmidts Tivoli in Hamburg, das Holstentor in Lübeck, die Deutsche Welle und der Lange Eugen im UN-Campus in Bonn, die Alte Oper, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Paulskirche in Frankfurt, das Leipziger Rathaus, die Allianz Arena in München und die Große Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen.

Prominente Unterstützung für Zonta Says NO

„Besonders in Zeiten von Corona bleibt der Kampf gegen Gewalt an Frauen unverzichtbar.

Ich bin froh und dankbar, dass sich Zonta Germany mit „Zonta says NO" auch hier für die Rechte von Frauen einsetzt und mit „Maske 19" eine wichtige Initiative ins Leben gerufen hat, die Opfern von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt schnelle und niedrigschwellige Hilfe ermöglicht", sagt Katarina Barley.

Es brauche darüber hinaus weltweit mehr Aufmerksamkeit für dieses Anliegen und ein klares gesellschaftliches „Nein!" zu Gewalt gegen Frauen. „Die Istanbul Konvention ist heute genauso dringend wie bei ihrer Verabschiedung 2011", betont Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Die ehemalige Bundesjustizministerin betrachtet die Entwicklung mit großer Sorge: „Leider wollen sich Staaten wie Polen oder die Türkei aus der Konvention verabschieden, weil sie ihr Bild von Frauen als fremdbestimmt, als Ehefrau und Mutter, die ihren Platz nur in der Familie hat, festigen wollen. Gegen diesen Rückschritt und gegen den Verlust an Gleichberechtigung müssen wir gemeinsam kämpfen." Der weltweiten Kampagne von Zonta International haben sich in Deutschland parteiübergreifend zahlreiche Politikerinnen, Politiker und weitere prominente Stimmen angeschlossen, darunter auch die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages Andrea Lindholz, die hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich, die Fernsehjournalistin Maria von Welser und die Drehbuchautorin und Filmregisseurin Felicitas Darschin.

Erneuter Aufruf zur Ratifizierung und Anwendung der Istanbul Konvention

Für einen nachhaltigen Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt kommt es laut Zonta International vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie weltweit mehr denn je darauf an, Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt konsequent vorzubeugen und sie nachhaltig zu bekämpfen. Aus diesem Grund hat die internationale Frauenrechtsorganisation ihre Aufforderung zur weltweiten Ratifizierung und Anwendung der Istanbul Konvention erneuert. Sie ist das erste rechtlich bindende Instrument, das einen umfassenden Rahmen an Maßnahmen zur Verhütung von Gewalt, zum Schutz für die Opfer und zur Verfolgung der Täter vorgibt. An der Entstehung des von Deutschland 2017 ratifizierten Regelwerks, dem sich auch Staaten außerhalb des Europarats anschließen können, hat auch das überparteiliche Frauennetzwerk Zonta International mitgewirkt. Die Nichtregierungsorganisation berufstätiger Frauen hat als Mitglied der Conference of INGOs seit 1983 einen teilnehmenden Status beim Europarat.

Weiterführende Informationen | Für Ihre Recherche

Mehr zu den Zonta Says NO Aktionen vor Ort und zu „Maske 19" sowie die Statements der Unterstützerinnen finden Sie unter www.zontasaysno.de

© Zonta Club Dortmund | Jan Schmitz© Deutschland leuchtet orange gegen Gewalt an Frauen. Foto |© ZC Dortmund, Jan Schmitz

Orange the World

Die 2020 „UNiTE to End Violence against Women"-Kampagne

16 Tage 2020: Fund, Respond, Prevent, Collect! 1991 hat das Women's Global Leadership Institute die Kampagne „16 days of activism against gender violence" ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Orange The World" hat UN Women 2008 den Ball aufgenommen. Seither ist „Orange The World" Teil der „UNiTE to End Violence against Women" Kampagne des Generalsekretärs der Vereinten Nationen. Jahr für Jahr machen Frauen weltweit vom 25. November bis zum 10. Dezember mit orange leuchtenden Aktionen und zahlreichen weiteren Veranstaltungen auf das Problem und seine verheerenden Auswirkungen aufmerksam.

Unter dem Dach „Zonta Says NO" unterstützt Zonta International seit 2014 die globale Kampagne: www.zontasaysno.com.

Die diesjährigen „Orange The World"-Aktionen stehen unter dem Motto „Fund, Respond, Prevent, Collect!"

Weltweite Aktionswochen werden von zwei Daten gerahmt

Der Zeitraum für „Orange The World" ist bewusst gewählt: So hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 25. November zum Tag der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ausgerufen. Der 10. Dezember wurde von den Vereinten Nationen zum Tag der Menschenrechte erklärt.

Das Schweigen brechen und Nein sagen

Mit der 2012 ins Leben gerufenen Initiative „Zonta Says NO" knüpft die internationale überparteiliche Nichtregierungsorganisation Zonta International auch in diesem Jahr an den Aufruf von UN Woman an.

Seit 2014 bildet „Zonta Says NO" das globale Dach von Zonta International für die „Orange The World"-Aktivitäten von weltweit 1.100 Zonta Clubs in 63 Ländern, die zugleich auf lokaler Ebene Projekte zur Bekämpfung und Verhinderung von Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen unterstützen. In diesem Zusammenhang setzt sich Zonta International weltweit auch für die Vermeidung und Beendigung von Kinderehen ein.

© Zonta ZC and Golden Z Club of Saint Michel's Collage of LaguaZonta oranges the World - auch in Laguna, Philippinien | © Zonta ZC and Golden Z Club of Saint Michel's Collage of Lagua

Experten rechnen mit dem Schlimmsten

Häusliche Gewalt, das ist eine von vielen Facetten der Gewalt an Frauen und Mädchen, die in Corona-Zeiten weltweit zunimmt. So erwarten die UNOrganisationen aufgrund der COVID-19-Pandemie weitere Millionen Fälle von Kinderheirat, weiblicher Genitalverstümmelung und ungewollter Schwangerschaft. Quelle: UNFPA

In Deutschland verzeichneten Experten und Beratungsstellen bereits in der ersten Jahreshälfte eine deutliche Zunahme häuslicher Gewalt. So ist allein die Anzahl der Beratungskontakte um 20 Prozent gestiegen. Quelle: Bundesregierung

Initiative Code „Maske 19"

© Union deutscher Zonta Clubs | Gestaltung Silke WolterNachdem Beratungs- und Hilfsinstitutionen aufgrund steigender Fallzahlen häuslicher Gewalt in Corona-Zeiten Alarm schlugen, hatte die Union deutscher Zonta Clubs im Juni 2020 damit begonnen, nach dem Vorbild Frankreichs und Spaniens mit „Maske 19" auch in Deutschland für Betroffene Anlaufstellen in Apotheken, Arztpraxen und Kliniken zu schaffen.

Zonta Clubs in Deutschland, die bereits Maske 19 gestartet haben, finden Sie hier.

 

Eingängige Radiospots zur redaktionellen Verwendung

Dafür, dass in Deutschland immer mehr Menschen hinhören und hinsehen, wenn Frauen und Mädchen von Gewalt bedroht und betroffen sind, sorgen zudem die Hamburger Hörfunkprofis der Kreativagentur Grabarz & Partner zusammen mit dem renommierten Produktionshaus Studio Funk.

Die Radiospots „Ich habe gehört" (Download: https://t1p.de/IchHabeGehoert ) und „Neunzehn" (Download: https://t1p.de/NEUNZEHN ) schaffen eingängige Hörmomente.

Der Radiospot „Ich habe gehört" zu den Aktionstagen, die vom 25. November bis zum 10. Dezember andauern, und der Radiospot „Neunzehn" zu der fortlaufenden Zonta-Aktion Maske 19, die von häuslicher Gewalt Betroffenen in Apotheken, Arztpraxen und Kliniken Notrufhilfe bietet, stehen allen öffentlich-rechtlichen Radiosendern sowie den privaten Hörfunksendern zur Ausstrahlung zur Verfügung.

Für Ihre redaktionelle Planung

Alle wichtigen Informationen rund um die Kampagne Zonta Says NO von Zonta International sowie aktuelle Zahlen und Fakten zur Gewalt gegen Frauen in Deutschland (inklusive Quellenangaben) haben wir in diesem Pressedossier zusammengestellt.

Pressedossier zum Herunterladen | PDF 21 Seiten

Weitere Infos und eine Google Maps Karte zu den Aktionen in Deutschland finden Sie hier

Pressekontakt | Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Karin Lange, Pressesprecherin der Union deutscher Zonta Clubs
Tel.: +49 175 2604260 E-Mail: presse@zonta-union.de